Planänderung.

So, bislang war die Idee mit den monatlichen Selbsttests ja nicht so übermäßig von Erfolg gekrönt. Daher werde ich jetzt alles etwas ändern. Die neue Devise lautet: „Mein Bauch will…“

Im Moment will mein Bauch viel Flüssigkeit. Ich trinke extra viel, von allem. Auch „ungesunde“ Sachen – hauptsache, alles schwimmt. Das ist gut für die Nieren und auch für den Magen. Merke ich. Bilde ich mir ein.

Wie dem auch sei, wenn Bauch sagt, das ist gut, dann ist es gut. Ich esse natürlich noch ganz normal feste Nahrung, aber versuche halt, so viel wie möglich zu trinken. Tee, Wasser, Kaffee, Mango-Lassi, Cola, Ice-Tee und so weiter. Außerdem stehe ich gerade auf Matsch-Nahrung. Also Gemüse, weiche Sachen, Milchreis, Tomaten, keine Ahnung. Irgendwie krass. Ob das ernährungstechnisch wirklich gut ist, weiß ich nicht. Mal sehen. Wir gehen jetzt unkonventionelle Wege, mein Bauch und ich.

 

 

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Ein starker Bauch.

Ich bin wieder bereit, weiter zu schreiben. Meine Lebensweise ist momentan nicht vorbildlich, aber ich gebe mir Mühe.

Wenn es mir schlecht geht, schlägt mir die Stimmung grundsätzlich auf den Magen. Ich hatte in Extremsituationen schon richtige Bauchschmerzen und Krämpfe, inzwischen sind es nur noch „ungute Gefühle“, wenn man das so sagen kann. Dafür ist mein Bauch ganz schön aufgeschwemmt. Man könnte auch „schwabbelig“, „dick“, „aufgequollen“ oder „fett“ sagen. Mache ich aber nicht. Ich hab mich ja lieb und ich mache mich und meinen armen Bauch nicht auch noch fertig.

Lokalisierung des Schmerzes abgeschlossen. Kein Wunder, dass ich so unter Übergewicht leide. Um meinen Bauch zu beruhigen, habe ich des Öfteren schon Dinge in ihn hineingestopft. Manchmal sogar, um das Gegenteil zu erreichen. Wenn ich mich taub gefühlt habe, habe ich so viel gegessen, bis ich endlich was gespürt habe – nämlich Bauchschmerzen.

Das möchte ich nun nicht mehr. Ich lasse die Gefühle nach oben wandern: In den Kopf. Dort werden sie analysiert und wahrgenommen, hinterfragt und bearbeitet. Meist sind sie dann schon etwas ruhiger.

Wenn man so viel sitzt wie „sitting cake“, dann ist das auch nicht gut für den Bauch. Daher werde ich jetzt versuchen, regelmäßig aufzustehen, gerade zu sitzen und natürlich bald auch wieder Sport zu machen, der mir etwas bringt. Spaß zum Beispiel. Alles für den armen kleinen Bauch. Er hat so viele Jahre alles schlucken müssen, jetzt bekommt er eine Extra-Portion Aufmerksamkeit.

Heute habe ich mir alte Videos angeschaut. Selbstgedrehte, alte Videos. Ich habe unglaublich viele Leute gesehen, die heute nicht mehr in meinem Leben sind, obwohl fast alle noch leben. Das frustriert mich. Aber es macht mir auch bewusst, dass der Verlust eine große Rolle gespielt hat und ich ihn fast nie richtig wahrgenommen und gewürdigt habe.

Mein Bauch musste stark sein, jetzt werde ich ihn stärken.

 

Liebster Award.

Die liebe ch3sir3 hat mich nominiert. Für den „Liebster Award“.

Die Regeln:

1. Verlinkt die Person, die Euch nominiert hat.

2. Beantworte die 11 Fragen, die die Person Euch gestellt hat.

3. Sucht Euch 11 Blogger, die unter 200 Follower haben und nominiert sie.

4. Überlegt Euch selbst 11 Fragen für Eure 11 Nominierten.

 

Nun glaube ich zwar irgendwie, dass in kürzester Zeit sämtliche Blogger nominiert sein werden, aber es hat mich trotzdem riesig gefreut. Da ich gerade einen kleinen Durchhänger habe, beantworte ich gerne ihre 11 Fragen:

1. Wie fing bei dir das Bloggen an?

Letztes Weihnachten hatte ich die Nase voll von meinem Gewicht. Ich beschloss, etwas dagegen zu unternehmen und mich mit dem Bloggen selbst ein bisschen zu motivieren.

2. Könntest du dir vorstellen Bloggen irg’wann mal richtig professionell zu machen und damit Geld zu verdienen?

Weiß ich nicht. Momentan mache ich es ausschließlich für mich, aber was nicht ist, kann ja noch werden…

3. Inwiefern hat sich dein Leben durch das Bloggen verändert?

Ich gehe viel bewusster durchs Leben. Und ich bin netter zu mir selbst.

4. Welche Themen-Blogs hast du in deiner Leseliste?

Humor, Ernährung, Gesundheit, diverse Projekte

5. Machst du Werbung auf Plattformen wie Instagram oder Facebook?

Nein. Bin ja anonym.

6. Schon mal an ein Treffen mit deinen Lesern gedacht?

Ehrlicherweise betrachte ich sie weniger als Leser, sondern eher als „Kollegen“. Daher wäre es tatsächlich schön.

7. Über welches Thema oder welche Themen würdest du nie bloggen?

Schwer zu sagen. Mich interessiert vieles. Aber Sachen, von denen ich keine Ahnung habe, müssen nicht in meinen Blog. Im Prinzip würde außer meinen persönlichen Erfahrungen hier sowieso nichts reinpassen.

8. Wieviel Zeit nimmt das Bloggen bei dir in Anspruch?

Bis vor einiger Zeit noch täglich eine Stunde (mit Lesen). Mittlerweile weniger, aber das liegt an der momentanen Situation.

9. Was sagt dein Umfeld dazu?

Es wissen nicht viele Leute, aber diejenigen, die es tun, reagieren durchweg positiv. Auch zum Thema Ernährung und Gesundheit.

10. Schon mal ans aufhören gedacht oder hast du sogar schon mal aufgehört zu bloggen?

Ja, in der letzten Zeit. Ich möchte gern weitermachen, aber momentan ist es zu heftig. Es passiert zu viel. Wenn es mir besser geht, werde ich regelmäßiger schreiben und die Dinge verarbeiten.

11. Gehst du auf Blogger-Treffen?

Nein.

 

So, nun muss ich auch elf Leute nominieren, was mir nicht schwer fällt. Ich weiß allerdings nicht, ob die nicht schon durch andere Blogger nominiert wurden, aber das scheint nicht weiter schlimm zu sein.

Die nominierten Blogger (in alphabetischer Reihenfolge):

Achieve your target

Akademie für geile Texte

Du – mein Traum

Frau Thala

Jezabel Botanica

Knusperstübchen

Lebensschnipsel

Pain is temporary

Psycholifeblog

Ranyas Blog

Read me changing

 

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr meine folgenden 11 Fragen beantworten mögt:

1. Beschreibe dich in drei Worten, die nichts mit Bloggen zu tun haben.

2. Was war der größte Wendepunkt in deinem Leben?

3. Wer ist dein liebster Mensch auf der Welt?

4. In welchem Jahr wärst du gerne wirklich geboren und warum?

5. Wer ist dein(e) Lieblingsschriftsteller(in)?

6. Was magst du an deinem Blog?

7. Was würdest du am liebsten an deinem(r) Nachbar(i)n ändern?

8. Was war das beste, was du jemals in deinem Leben getan hast?

9. Was ist deine größte Angst?

10. Was ist dein größter Traum?

11. Warum sind wir hier?

 

Die Fragen sind bewusst sehr offen gehalten. Viel Spaß beim Beantworten und danke fürs Mitmachen!

Eure SittingCake

 

 

 

Aufgeben?

Nein, keine Option. Es geht nicht mal mehr nur um mein Projekt. Es geht um alles. Damit meine ich kein aktives Aufgeben, aber immerhin habe ich eindeutig keine Lust mehr. Nur noch schlechte Nachrichten, Sorgen, Mutlosigkeit. Und dazu noch Veränderungen, die mich mehr mitnehmen, als ich befürchtet habe (beruflich). Eigentlich positiv, aber momentan kann ich einfach nicht mehr.

Ein Freund ist verloren gegangen. Seit zwei Wochen wurde er nicht mehr gesehen, nun wird er offiziell gesucht. Mein Großvater ist gestorben. Ich habe den Mann nicht gekannt, aber genau das ist so ein Thema: Meine Familie ist zerrüttet ohne Ende. Und ich will nicht der Kit sein.

Ich durfte mich von meiner Freundin verabschieden, aber das hat mich auch sehr mitgenommen. Dabei ist ein Mann gestürzt, auf einer Rolltreppe. Es war ein schrecklicher Anblick. Im Traum habe ich das Reich der Toten umarmt, aber dann bin ich gefallen.

In meinem Umfeld passieren andauernd traurige und komische Dinge und es scheint einfach nicht aufzuhören. Was ist denn los mit der Welt? Oder ist es meine Welt? Meine Perspektive?

Immerhin sind auch schöne Dinge passiert. Eine neue Chance, beruflich. Eine sehr gute Freundin ist zum ersten Mal Mutter geworden. Ich muss mich darauf fokussieren.

Ernährung, Sport? Momentan ein Witz. Aber immerhin schwirrt das Thema noch irgendwo in meinem Kopf herum. Es ist noch nicht verloren. Noch gebe ich nicht auf.

 

 

Im Traum.

Letzte Nacht hatte ich einen interessanten Traum. Ich spielte ein Brettspiel mit einem mir unbekannten Mann (wahrscheinlich eine Art Lehrer). Es war in etwa wie Schach, aber wir spielten mit farbigen Spielsteinen, die aussahen wie bei Mensch-Ärgere-Dich-Nicht. Man musste bestimmte Farben vom Spielfeld kicken, übrig blieben nur die gelben. Als das Spiel fast zuende war, waren noch 51 Schritte übrig. So viele Felder gab es gar nicht, also sollte ich die „51 Schritte und bis zum Eiweiß“ über das Feld hinaus gehen. Ich blickte nach rechts. Da stand ein angegessenes Frühstücksei (=Eiweiß, 1 Schritt). Die restlichen Schritte gingen wir also (zu Fuß), bis wir die Straße hinunter am nächsten Spielbrett ankamen. Dort hefteten wir unsere gelben Wäscheklammern (die vorher die Spielsteine waren) in eine niedrige Hecke, damit die nächsten das Spiel entdecken würden und weiterspielen konnten.

Wow. Ich wage mal die Hypothese, dass mich das ganze Eiweiß-Gegesse bis in meine Träume verfolgt. Offensichtlich soll ich mich bewegen und das Spielfeld verlassen. Und noch 51 Schritte? Ganz schön viel. Ich bin noch beim Analysieren. Ansonsten werde ich nächste Woche mit meinem Projekt „Keine Kohlenhydrate“ weitermachen. Wenn ich auch wieder zum Sport kann. Bis dahin gönne ich mir eine Pause.

51 Schritte. Was das wohl soll?

Ein innerer Dialog.

Da steht das Eis, lacht dich an. Oder aus.

Brauchst du es wirklich? Willst du es wirklich?

Ja. Ich will es wirklich.

Wirklich? Denk noch einmal in Ruhe darüber nach. Wird es dir hinterher besser gehen oder schlechter?

Ja, wirklich. Es wird mir gut gehen hinterher. Ich werde es langsam essen und genießen.

Aber warum willst du es denn? Es enthält nichts gesundes, gutes. Es ist kalt. Es duftet nicht, es schmeckt nicht besonders originell oder frisch, einfach nur sehr süß. Also, warum? Warum brauchst du es?

Ich denke, es ist wieder dieser Sicherheitsaspekt. Es stehen einige bedrohliche Dinge an. Viel auf einmal, das erledigt werden will. Ich weiß nicht, ob ich alles schaffe. Ich möchte mich kurz gut fühlen und selbst vergessen. Mich belohnen für die letzten Wochen, die harte Zeit. Es ist vertraut. Und auch verboten, irgendwie. Ich habe mich unter Kontrolle, aber ich möchte kurz die zwanghafte Kontrolle verlieren.

Ja, ja, kurz dies, kurz das. Du weißt ja, dass das alles langfristig nicht hilft.

Ja, das weiß ich.

Dann genieß es gefälligst wenigstens.

Gemischtes.

So – zwei, drei Tage ist alles gut gegangen, dann habe ich eine Pizza gegessen. Haha.

Ich war einfach so fertig (müde, hungrig und genervt), dass ich Kohlenhydrate brauchte. Ansonsten halte ich mich an den Plan, aber zwischendurch überkommt es mich. Ich stresse mich deswegen nicht, versuche aber, langsam zu „gar keine“ Kohlenhydrate zu gelangen. Zwischendurch habe ich süße Getränke getrunken und auch ein Croissant gegessen. Naja, ist ja alles ein Experiment. Noch bin ich auch nicht vollständig gesund, kann nicht zum Sport gehen…es wird sich schon einpendeln. Viel Eiweiß und wenig Zucker /Stärke ist besser als viel Zucker und wenig Eiweiß. Außerdem achte ich auf Obst und Gemüse in verhältnismäßig großen Mengen und darauf, dass das Essen lecker angerichtet ist und ich es genieße. Ich habe Zeit und will vor allem meine Kraft zurückgewinnen. Dann schau ich mal, wie sich die neue Ernährungsweise mit Sport verträgt und mit dem Alltag…

Ich habe im Moment so viele Baustellen, dass die Ernährung nicht mehr den Hauptteil einnehmen kann. Ich versuche also, mich nebenbei gesund zu ernähren. Im Verhältnis zu vorher (also vor dem Projekt) greife ich schon mal gar nicht mehr gedankenlos zu irgendetwas. Das ist schon mal ein riesiger Fortschritt. Ich muss halt nur an meiner Konsequenz arbeiten, denn ich habe Angst, dass ich mich sonst auf Dauer selbst belüge. Das war schon früher mein Problem. Ich erwarte diesmal einfach lansamere Erfolge, aber das heißt ja trotzdem, dass ich dran bleiben muss. Also mal wieder: Das Mittelmaß finden zwischen Ernst und Entspannung. Gar nicht so einfach.