Eigentlich mag ich gar kein nutella. Und warum man so gerne Kuchen mit dicken Menschen isst.

Nahezu jeder und jede, die ich kenne, mag nutella. Es geht dabei nicht um die Marke, sondern um generell alle nussig-schokoladigen Brotaufstriche. Ich höre auch immer wieder, dass sich Leute einen Löffel schnappen und ein ganzes Glas leer machen. Ich habe das noch nie getan.

Versteht mich bitte nicht falsch, auch ich gönne mir ab und zu ein Brot oder ein Brötchen mit nutella drauf. Aber das war’s dann.

Schokolade, Kekse, Kuchen, Süßes, Saures, Salziges – ich kann oft ganze Packungen davon essen. Allein. Muss ich nicht immer haben, aber es geht. Bei nutella ist das anders. In meiner Kindheit gab es keine schlimmen nutella-Vorfälle. Auch hat mich noch nie jemand mit nutella beworfen oder ähnliches. Ich habe eine ganz natürliche nutella-Grenze, die nach einer Scheibe Brot halt erreicht ist.

Das gibt mir Hoffnung.

Vielleicht lässt sich das auch auf andere Bereiche anwenden, irgendwie.

Das zweite Thema, das mir gerade im Kopf herumgeistert, ist dieses merkwürdige Wohlfühl-Essen in Gegenwart von dicken (noch besser: dickeren) Menschen. Kennt ihr das? Ich muss gestehen, ich esse entspannter ein Stück Torte mit meiner Tante, die 100 Kilo wiegt, als mit einer „normal dünnen“ Freundin.

Und ich bemerke, dass es anderen in meiner Gegenwart auch so geht. Mit mir essen die Leute (wenn sie es denn tun) sehr gerne Kuchen. Das merke ich unter anderem auch daran, wie beim Essen gerne über „böse“ Lebensmittel (ja, sie werden euch gleich anspringen oder im Bauch explodieren) oder Kalorien, Fett, Kohlenhydrate etc. geredet wird. Die Leute scheinen zu spüren, dass sie sicher sind. Im Vergleich zu mir ist noch viel Luft, bzw. Fett.

Vielleicht bilde ich mir das auch alles nur ein, bin gerade hypersensibel und in Wirklichkeit ist die Welt weiter so, wie sie ist.

Gibt es Wut?

Es ging so schnell

Würde man nicht sagen

Da waren so viele Bonusjahre

Die keiner je für möglich hielt

Und gerade deshalb so unendlich viel wert

Die letzten Tage

Voller Zweifel

Und bei dir nur pure Angst

Du hattest längst uns zugewunken

Mit einem Zwinkern wie nur du es kannst

Doch gibt es Wut in deinem Himmel?

Oder sind wir hier allein?

Die letzte Hoffnung dann verloren

Wenn das Chaos wahllos zuschlagen kann…

Du hattest ständig schlechte Laune

Doch keiner lacht wie du

Ich werde niemals dein Grinsen vergessen

Und ich hoffe du findest Ruh

Mache langsam die Augen zu

Ich begreife es auch heut nicht

Aber ich hab mich dran gewöhnt

Für mich wirst du immer warten

Irgendwo, Irgendwann

Und dann

Doch gibt es Wut in deinem Himmel?

Oder sind wir dann vorbei?

Die letzte Hoffnung zerschlägt sich

Wie ein rohes Ei

Wenn die Hölle der pure Zufall ist

Besteht der Himmel wohl aus Sinn

Doch da ich beides schon gesehen habe

Weiß ich leider nicht wohin

Also gibt es Wut in meinem Himmel

Immer wieder Schlag auf Schlag

Durchzieht sich das Firmament mit Hass

Aber nur bis zum nächsten Tag

Versuche nicht, nützlich zu sein.

Versuchen, nicht nützlich zu sein? Auf jeden Fall irgendwas dazwischen. Was so ein kleines Komma doch ausmacht.

Ostern. Zeit für Muße und den Versuch, einfach mal nur da zu sein. Nicht mehr und nicht weniger.

Ob mir das gelingt, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Das Ziel ist ja nicht die vollkommene Leere, sondern vielmehr die Leere im Sein. Die gleichzeitig die volle (Er-)Füllung ist. Klingt nach Zen, oder?

Ich werde es also mal versuchen.