Trigger.

Ist euch schon mal aufgefallen, wie abartig die Süßigkeitenabteilungen in unseren Supermärkten eigentlich aufgebaut sind? Ich fühle mich dort permanent wie ein Kind im Schlaraffenland. Und bevor ich meine Antennen richtig ausgerichtet habe (was erst ein Jahr her ist), war ich dem permanent ausgeliefert. So wie alle anderen auch. Sie (die Süßwarenhersteller, Supermarktbetreiber und vor allem alle an der Kette beteiligten, unwissenden Mitmacher) locken uns.

Aber das wisst ihr ja alles schon. Doch habt ihr echt mal bewusst darauf geachtet?

Letztens wollte ich eine Tüte Chips kaufen. Eine einzige, die inzwischen die Ausnahme in meiner Ernährung bildet. Und allein der Anblick eines ganzen Regals hat mich überfordert: mehrere Meter Regal, da wo andere Abteilungen komplett ihren Platz haben mit allem Drum und Dran, und hier sind es nur und ausschließlich Chips. Am Ende habe ich mich doch für eine Sorte entschieden.

Dann kommen noch mal mehrere Regale mit Schokolade und Keksen in allen möglichen Formen. Ganz ehrlich, bei dieser Aufteilung ist es doch kein Wunder, wenn wir unbewusst auch den Einkauf in diesem Verhältnis aufbauen und dementsprechend unsere Ernährung. Und wie wir ja wissen, agieren wir oft unbewusst, wenn es ums Einkaufen oder Essen geht. Nur gelernte Routine scheint da wirklich zu helfen – oder eine so tiefgreifende Bewusstmachung, dass diese auch die Zeit überdauert.

Es scheint so banal, aber es ist doch so wichtig. Was wir in unseren Läden präsentieren, repräsentiert doch auch irgendwie uns.

Ach ja und zum Schluss gibt es zum Glück an der Kasse auch noch ordentlich Schokolade und Chips, man hätte ja die übergroße Abteilung aus Versehen vergessen können.

 

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