Sonntagsgedanken.

Letztens sprach mich eine Freundin, die mich schon länger nicht gesehen hatte, nicht auf mein Gewicht an. Später erzählte sie mir dann, dass sie nichts sagen wollte, weil sie Angst hatte, es hätte einen „schlimmen Grund“ haben können.

Lieb, wenn jemand auf die Gefühle anderer Rücksicht nimmt.

Und gleichzeitig frage ich mich: Wirke ich denn krank oder traurig? Oder ist das Tempo in der öffentlichen Wahrnehmung „unnormal?“ Ich denke, wenn mir früher jemand gesagt hätte, dass ich innerhalb weniger Wochen 10 kg verlieren würde, wäre ich auch etwas ungläubig gewesen. Hm.

In letzter Zeit nehme ich gefühlt gar nicht mehr ab. Auf der Waage minimal. Es sind noch ein paar Kilo zum Normalgewicht und auf der anderen Seite fühle ich mich schon viel wohler. Hin und Her.

Was wirklich schlimm war, waren meine Oberschenkel. Es gibt so Dinge, über die möchte man nicht reden – nicht mal mit sich selbst. Ich hatte zum Beispiel einen Rock getragen, ohne Strumpfhose. Meine Oberschenkel rieben so stark aneinander, dass alles wund wurde. Sehr unangenehm. Und peinlich. Noch immer reiben sie heute aneinander, aber nicht mehr stark. Ich freue mich, wenn ich bald wieder „normal gehen“ kann.

So viel zum Sonntag.

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Warum ich nicht gerne dick bin.

Manchmal packt es mich, da muss ich mich bewegen. Tanzen, rennen, mich richtig auspowern. Da nervt es allerdings ganz schön, wenn die Muskeln nicht trainiert sind, der Körper unbeweglich ist und zudem auch noch zuviel Masse im Weg sitzt – oder herumgeschleppt werden will. Da möchte ich so gerne einfach leicht(er) sein.

Stimmung und Schwankung.

Meine neue Leichtigkeit ist umgeschlagen in Frust und Müdigkeit. Ich fühle mich wieder schwer und langsam und esse manchmal ganz zwanghaft. Vielleicht brauche ich es gerade (mit Sicherheit sogar – auf irgendeiner Ebene), aber eventuell eben auch nicht. Gewohnheit oder Angst könnte es eben auch sein. Ich vertraue mir leider doch noch nicht so konsequent, wie ich es gerne würde. Die Theorie ist relativ klar, aber die Umsetzung hapert noch. Sobald ich nur ein wenig anfange zu zweifeln, gebe ich praktisch auf und überhöre mich und meinen Körper wieder.

Auch dies muss hier mal gesagt werden. Ich hoffe einfach, dass es zum Prozess dazu gehört. Verzeihe mir und gehe weiter. Zurück geht auch nicht, also dann.

Ganz ehrlich.

Das Thema Gewicht ist mir so dermaßen auf die Nerven gegangen in den letzten Wochen. Ich habe versagt, mein Blog zeigt es ganz deutlich. Dann war ich beim Arzt und es wurde festgestellt, dass etwas mit der Schilddrüse nicht stimmt. Das haben wohl viele Menschen und genauere Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Ich ernähre mich nicht wirklich gesund, aber seit einigen Tagen esse ich zumindest regelmäßiger – mehrere (kleinere) Mahlzeiten. Ich habe ewig keinen Sport mehr gemacht. Ich weiß, dass ich selbst viel ändern könnte. Aber ich klammere mich an diese Hoffnung, dass Medikamente mir helfen werden. Dass Hormone zumindest mit dafür verantwortlich sind, dass ich in den letzten Jahren so viel zugenommen habe. Dass es mir zumindest ein bisschen erleichtert werden kann und ich ein wenig Verantwortung abgeben darf.

Es ist ein langer Weg und dies ist mal wieder nur ein Schritt, aber ein wichtiger. Wie es auch ausgeht, es wird weitergehen.

 

Faden verloren.

Irgendwie ist das hier nicht mehr das, was es mal war. Oder werden sollte. Ich schreibe kaum noch und das Abnehmen habe ich inzwischen so gut wie aufgegeben.

Woran liegt es? Vielleicht daran, dass ich kaum noch schreibe. Oder daran, dass ich frustriert bin und keine Lust habe, nochmal „von vorne“ anzufangen.

Vielleicht bin ich doch keine Einzelkämpferin und bräuchte eine Gruppe oder so was ähnliches. Aber ich habe im Moment auch einfach nicht das Gefühl, irgendetwas auf die Reihe zu bekommen, wofür ich extra Energie benötige. Ich falle ständig in alte Verhaltensmuster zurück und traue mir einfach keine dauerhafte Veränderung zu.

Ich werde jetzt einfach versuchen, wieder jeden Tag zu bloggen. Egal, was dabei rauskommt. Vielleicht hilft das. Kleinste Schritte gehen.

 

Leere.

Ich fühle mich leer. Ich würde gerne etwas erzählen, aber mir ist eigentlich nicht danach. Aber auch das möchte ich gern für Später festhalten (es muss ja irgendwann besser werden). In mir herrscht gerade eine absolute Leere und Antriebslosigkeit. Dazu kommt dann die Überforderung, wenn ich an irgendwelche Vorhaben denke. Ich möchte mich im Moment einfach nur treiben lassen, von einem Termin zum nächsten, von einem Gespräch zum nächsten. Habe keine Lust auf Initiative, alles erscheint gerade schwer und langsam und grau.

Das Leben ist so zufällig und anscheinend ohne einen großen, genialen Plan. Und das macht mir im Moment etwas zu schaffen. Auch ich bin momentan ohne geniale Ideen und Pläne. Das Schreiben fällt mir schwer. Dann bis später.

P.S. Meine Ernährung leidet zum Glück noch nicht durch meine schlechte Laune. Was mich ein wenig wundert.

 

Versuch oder Versuchung?

Dieses Projekt ist so viel härter als ich gedacht habe. Es erfordert Zeit, Ernsthaftigkeit, Aufmerksamkeit, Durchhaltevermögen, Stärke, Zuversicht und viele Ideen. In dem Sinne, dass man umdenken muss, dass man langfristig statt kurzfristig plant und manchmal einfach nicht weiß, was gerade los ist. Zwei Wochen sind geschafft.

Ich bin launisch, aggressiv, wehleidig. Jetzt schon. Langsam kommt das erste Mal der Gedanke an Schokolade auf. Heute morgen wachte ich auf und fragte mich, ob Sonntag ist. Ob ich weiterschlafen könnte. Später fiel mir ein, dass Sonntag inzwischen auch bedeutet, etwas Süßes zu essen. Ich habe mir vorgenommen, dass ich mir ein Stück Schoki (eins!) gönne, wenn ich wirklich wirklich echt Lust darauf habe. Also maximal eins pro Tag. Noch ist alles ok.

Vor einigen Jahren habe ich gerne Skittles gegessen. Kennt ihr die? Das sind so bunte Drops in einer knallgrünen Packung – extra sauer. Inzwischen gibt es sie auch in süß und roter Packung. Ich stand total auf die saure Version und habe mir immer wieder solche Päckchen gekauft. Und komplett aufgegessen. Das ist mir nicht gut bekommen. Irgendwann fasste ich den Entschluss, sie beim nächsten Mal, nicht zu kaufen, wenn ich wieder Lust drauf hätte. Sondern beim übernächsten Mal. Ich fragte mich also immer an der Kasse, ob ich wirklich Lust drauf hatte. Dann würde ich sie beim nächsten Mal wieder mitnehmen. Bis heute habe ich nie wieder eine Packung Skittles gekauft.

Ob das jetzt mit allem funktioniert, weiß ich nicht. Ich kann ja schlecht ausweichen. Die Zeit wird es zeigen. Anders geht es nicht.

Jeder Tag ist für sich schon ein Projekt. Bislang funktioniert es, aber ich merke, dass ich langsam anstrengend werde. Ich weiß nicht genau woran es liegt, aber es kann auch einfach nur Stress sein. (Den ich nicht einfach kompensieren kann.) Vielleicht halte ich ihn ja einfach mal aus.